Hinweise zum Betrieb und Veränderungen an der Anlage
Installateur und Beratung
Im Zuge unseres Umbaus war auch eine neue Heizung fällig, die den
vorhandenen Durchlauferhitzer fürs vorhandene Bad ersetzen und auch die
Brauchwassererwärmung für die neue Wohnung
übernehmen sollte. Aus diesem Grund entschlossen wir uns, eine
Solarthermische Anlage gleich mit zu installieren, um zusätzlich mit der
neuen Außenverkleidung und der besseren Dachisolierung den
Primärenergieverbrauch zu reduzieren.
Die Wahl fiehl auf eine Anlage zur Raumheizungsunterstützung
mit 500 l
Schichtenspeicher (ein größerer Speicher passte aufgrund der
baulichen Gegebenheiten nicht), 2
Tinox - beschichteten Flachkollektoren à 4,9m² netto Absorberfläche
und einen Wärmemengenzähler.
Wie sich aber im Laufe des Umbaus herausstellte, wurde ein großer Teil der
vorgesehenen Fläche im Winter verschattet, so das ein neuer Standort
gefunden werden musste. Als groß genug für ein Modul (4,76m x 1,45m)
stellte sich das neu erschaffene Walmdach heraus (Süd-Süd-West
mit ca. 30° Neigung). Das zweite Modul sollte in West-West-Nord
Orientierung mit ca. 29° Neigung montiert werden. Für die
Regelung mußte also noch ein
Temperaturdifferenzregler beschafft werden.
Eine Auswertung der
Globalstrahlung in Zusammenhang mit der Orientierung und Neigung der
Module, ergab einen Energieanteil von 5.381 kWh/a (58%) zu 3.936 kWh/a
(42%) im Vergleich - also einer theoretischen
Gesamteinstrahlung von 9.329 kWh pro Jahr.
Wir entschieden uns trotz des relativ Verlustes von 28% (im Vergleich der
Kollektoren zueinander aufgrund der nicht optimalen Ausrichtung des zweiten
) für diese Lösung.
- Um den Energieverbrauch der gesamten Anlage zu ermitteln, bauten wir von
vornherein einen gebrauchten Wechselstromzähler ein.
- Nach der Installation der gesamten Solar- und Heizungsanlage stellte sich
heraus, daß die Rücklauftemperatur aufgrund einer Undichtigkeit des
Überdruckventils im Mischerkreis fast der Vorlauftemperatur entsprach.
Deshalb lag die Referenztemperatur am Boden des Speichers nie unter 40°C.
Ein Ausbau des Ventils und Nachjustierung desselben beseitigte das Problem.
- Testweise betrieben wir die Kollektoren auch mit
Wärmequellenvorrang ( weisen die zwei Wärmequellen /
Kollektoren eine größere Temperaturdiffernz als 5K auf, so wird nur der
wärmere angesteuert ).
Es stellte sich dann aber heraus, daß die Gesamtleistung der Anlage kleiner
war, obwohl die Temperaturdifferenz die jetzt der wärmere Kollektor
lieferte höher war. Außerdem kam es je nach Uhrzeit zu einer Taktung der
Anlage, weshalb wir uns für die vorher benutzte Betriebsart entschieden.
- Aus Interesse am Öl-Verbrauch der Heizung installierten wir am 24.
Juli 2000 einen Betriebsstundenzähler für den Brenner, der
Aufgund der Nennleistung der Düse (26kW entsp. ca. 2,8l Heizöl
pro Stunde) auch den Ölverbrauch indirekt ermittelt.
- Bis Ende September 2000 wurde der Volumenstrom der Solaranlage über
ein Drossel-Ventil gesteuert, so daß die Pumpe unnötig Energie
verbrauchte.
Deshalb haben wir die Steuerung der Anlage so verändert, dass die in
der Solvis - Steuerung vorhandene
Leistungssteuerung der Solarpumpe genutzt wird. Jetzt leistet die
Pumpe nur noch soviel wie definitiv benötigt wird.
Das ein- und ausschalten der Pumpe erfolgt mittels eines Relais, das vom
Temperaturdifferenzregler angesprochen wird.
- Das Ein- und Ausschalten der beiden Kollektoren erledigen
herkömmliche Magnetventile, die bei dem Schaltvorgang
plötzlich öffnen oder schließen. Zu der
unerwünschten Geräuschkullisse kommt ein weiteres Problem hinzu:
Die Magnetventile haben eine Leistung von 14 Watt und sind an schönen
Tagen 10 und mehr Stunden in Betrieb. Dabei wurden sie scheinbar so heiß,
dass beide Spulen innerhalb eines Monats kaputt gingen.
Deshalb wollen wir diese gegen elektrothermische Ventile des Typs VA 20
von RESOL
austauschen, die auch eine Stellzeit von ca. 3 Minuten aufweisen, so daß
der Schaltvorgang schlagfrei erfolgen sollte.
Winfried Schleif Heizungstechnik & Sanitär GmbH
Schirrmannweg 4, 42781 Haan Gruiten
Tel.: 0 21 04 / 60 983
Sowie bei Fragen zu technischen Details die Firma:
WEST-SOLAR
GmbH - Michael Dietrich
Vertreter von SOLVIS Energiesysteme GmbH & CO KG
An den Weiden 1, 50999 Köln
Tel.: 0 22 36 / 38 02 76
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